Cartoons

Die Wut der Bessermenschen

Die Räumung des Hauses Liebigstraße 34 im Norden von Berlin-Friedrichshain blieb zum Glück friedlich, wohl wegen eines Polizeiaufgebots, das kaum Raum für gewaltsame Proteste ließ. Das international wohl bekannteste Gebäude der Besetzer-Szene, genannt „anarcha-queer-feministisches Wohnprojekt“, hatten zuletzt etwa 40 Frauen als „Safespace“ genutzt. „Dementsprechend laut rief die Szene zum großen Widerstand auf, zum Aufbäumen gegen Kapitalismus, Staat und Investoren, notfalls auch gewaltsam“, berichtete die „Zeit“.

„Die Wut der Bessermenschen“ weiterlesen

Cartoons

Die Sorge um das Pflegepersonal nicht nur in Zeiten von Corona

Die Pandemie hat den Deutschen die jämmerliche Ausstattung unserer Kliniken, Altenheime und Gesundheitsämter mit Fachpersonal schlagartig vor Augen geführt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn müht sich um Abhilfe, aber das kann dauern, denn Ärzte, Schwestern und Pfleger wachsen nicht auf Bäumen.

„Die Sorge um das Pflegepersonal nicht nur in Zeiten von Corona“ weiterlesen

Cartoons

Gerechte Aufarbeitung der Kolonialgeschichte

Die „Black Lives Matter“-Bewegung fördert auch die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte, mit teils verblüffenden Resultaten. Immer eifriger werden Straßen, Apotheken oder gastronomische Betriebe umbenannt, weil sie etwa das neuerdings als rassistisch erkannte Wort „Mohr“ im Namen führen. Sein Ursprung ist das lateinische „Maurus“ für einen Bewohner Nordafrikas. Gleichzeitig steigern etwa die Vertreter Namibias ihre Entschädigungsforderungen für die Zeit ihres Landes als deutsche Kolonie.

„Gerechte Aufarbeitung der Kolonialgeschichte“ weiterlesen

Cartoons

Straßenkampf 1970

Im Kampf um die Macht auf der Straßen steht die Polizei immer öfter allein: Linksextremisten hetzen gegen sie, Linksliberale schweigen und die bürgerliche Mitte druckst herum. Das war schon vor 50 Jahren so: „Die Spontis traten für organisatorische Autonomie ein und legitimierten sich durch ihr Betroffenheitsgefühl“, schreibt der Politologe Prof. Armin Pfahl-Traughber in einem Dossier der „Bundeszentrale für Politische Bildung“ über den Linksextremismus. „Insbesondere an den Universitäten entstanden zahlreiche studentische Hochschulgruppen, die von Emotionalität und Lustprinzip geprägt mit humorvollen und unkonventionellen Aktionen auf sich aufmerksam machten.“ Zehn Jahre später war es damit vorbei, es erschien der „Schwarze Block“.

„Straßenkampf 1970“ weiterlesen

Cartoons

Ami don’t go home!

Die seit den Vietnam-Demos in den späten 1960er Jahren nicht nur bei Kommunisten und Sozialdemokraten populäre Forderung „Ami go home!“ traf schon damals nicht bei allen Linken auf Zustimmung. Zum ersten Mal tauchte der Slogan bereits 1951 auf Transparenten und Klebestreifen auf, die Störtrupps von SED und FDJ auf West-Berliner Bahnhöfen anbrachten. Als zwanzig Jahre später Gerüchte über Abzugspläne aus dem Pentagon aufkamen, geriet die  sozialliberale Koalition in Alarmstimmung. Die damals führenden Sozialdemokraten um Bundeskanzler Willy Brandt und Verteidigungsminister Helmut Schmidt wussten, dass Europa ohne den Schutzschirm der USA der Sowjetunion militärisch völlig ausgeliefert sein würde. Die Karikatur aus dem August 1971 bringt die Panik so mancher Politiker jener Jahre auf den Punkt. – Der Karikaturist Josef Nyary (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de