Cartoons

Sehnsucht nach dem großen roten Bruder

Am 25. Oktober 1971 beschließt die UN-Generalversammlung, die kommunistische Volksrepublik China als „einzig rechtmäßigen Vertreter des chinesischen Volkes“ anzuerkennen. Das demokratische Taiwan, als „Nationalchina“ Gründungsmitglied der UN, muss weichen. Seit 1950 haben erst die Sowjetunion und dann immer mehr kommunistische und sozialistische Regierungen Druck ausgeübt. Nach zwanzig Jahren knickte der Westen ein.

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Der Datenschutz in den Kinderschuhen

Die Wirksamkeit der deutschen Corona-Warnapp wird durch einen Datenschutz ausgehebelt, den viele jetzt als deutlich übertrieben kritisieren. Die ersten Einschränkungen für die Verarbeitung personenbezogener Informationen goss 1970 das Land Hessen in Gesetzesform. Dort regierte damals eine SPD/FDP-Koalition. Das Bundesdatenschutzgesetz folgte erst 1977, und bis heute stoßen viele als Übertreibung empfundene Maßnahmen immer wieder auf Kritik. Die in der Karikatur vorausgeahnten evolutionären Folgen blieben allerdings bis heute aus. – Der Karikaturist Josef Nyary (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

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Die Mündigkeit des Bürgers in den Zeiten von Corona

1969 gewann der SPD-Kandidat Willy Brandt die Bundestagswahl mit dem Slogan „Mehr Demokratie wagen“. Kurze Zeit später ging dem Bürger auf, dass er für die angeblichen neuen Freiheiten  erst mal kräftig zu Kasse gebeten wurde. Denn aus „Mehr Demokratie“ wurde alsbald „Mehr Bürokratie“, und was war teuer. Heute ist es umgekehrt: Im Kampf gegen das Virus bauen Kanzlerin und Länderchefs immer mehr Bürgerrechte ab. Und teuer wird es obendrein. Die Freiheitsrechte sind futsch, der Griff an die Brieftasche bleibt, auch wenn Kanzlerin und Finanzminister die meisten Corona-Kosten auf die Enkelgeneration vertagen. – Der Karikaturist Josef Nyary (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

 

Zeitgeschehen

Onkel Joe macht Deutschland froh

Nirgendwo außerhalb der Vereinigten Staaten sammelt der neue US-Präsident hingerissenere Fans als in der Bundesrepublik. Doch die allzu hohen Erwartungen können bald bitter enttäuscht werden, denn auch Joe Biden lässt sich mit Worten abspeisen, wenn er Taten sehen möchte. Schon gar nicht bei den NATO-Beiträgen. Bisher lebte der deutsche Michel in der glücklichen Vorstellung, er sei vor allem für gute Geschäfte zuständig und könne die Kosten für seine Sicherheit jenseits des Atlantiks abladen.

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Das Gendern ist des Dudens Lust

Frauenrechtlerinnen fingen damit an, Politik und Medien (vor allem die öffentlich-rechtlichen) setzten es durch, jetzt hat das Gendern höchstmögliche Weihen erfahren: Der Duden erhob den angeblich „geschlechtergerechten Sprachgebrauch“ zum Dogma und druckt ab sofort seine Rechtschreibbücher mit  Doppelnennung femininer und maskuliner Formen, auch wenn das viele Sätze sinnlos kompliziert und manche sogar lächerlich macht.

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Cartoons Zeitgeschehen

Das Jodeln ist nicht Laschets Lust

Nach Armin Laschets knappem Sieg im Rennen um den Chefposten der CDU zeigt eine Umfrage: Auf dem Weg ins Kanzleramt liegt der Nachfahr Karls des Großen noch immer weit hinter dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder zurück. Das kann sich zwar noch ändern, aber leicht wird das nicht. Die Karikatur aus dem Jahr 1971 präsentiert eine der Anforderungen, die jedenfalls vor 50 Jahren galten.

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Corona infiziert die GroKo

Auch in der Politik wütet jetzt ein Virus. Symptome sind schlechte Laune, miesen Manieren und vorzeitiges Wahlkampffieber. Erstes Opfer: Die Große Koalition. Deutlichstes Symptom: Die SPD möchte gleichzeitig Regierungs- und Oppositionspartei sein. Das gab es schon vor 50 Jahren.

 

Damals folgte dem Bündnis der Union mit der Sozialdemokratie unter Kurt Georg Kiesinger eine trickreich zusammengebastelte SPD/FDP-Koalition unter Willy Brandt. Zuvor hatten sich die Repräsentanten der beiden großen Parteien kübelweise mit Dreck beworfen, wogegen der Wähler selbst mit dem damals erfolgreichsten Waschmittel wenig ausrichten konnte. – Der Karikaturist Josef Nyary (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

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Die Mutation der Maske

Corona bleibt auch im neuen Jahr eine Killerseuche: In Europa sind bis heute rund 525.000 Todesopfer gemeldet, und jetzt mutiert das Virus auch noch! Solange die Bevölkerung nicht durchgeimpft ist, bieten Maske und Abstand den einzigen wirklich wirksamen Schutz. Trotzdem wird die Mund-Nasen-Bedeckung noch immer nur ungern angelegt – anders als in Asien, wo sie längst zur Grundausstattung des öffentlichen Lebens zählen.

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Der besondere Wert der Krankenhausbetten

Krankenhausbetten waren viele Jahre lang kein Thema: Es gab genug davon, und jeder konnte eins haben. Mancher Klinik drohte gar die Schließung, weil der Bedarf nicht mehr vorhanden schien. Das ist jetzt anders. In der Corona-Pandemie sind Krankenhäuser Survival-Inseln, und die Kosten spielen keine Rolle. Wie früher gerechnet wurde, glossiert die Karikatur: im Milchmädchen-Modus! – Der Karikaturist Josef Nyary (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

Zeitgeschehen

Der besondere Wert der Krankenhausbetten

Krankenhausbetten waren viele Jahre lang kein Thema: Es gab genug davon, und jeder konnte eins haben. Mancher Klinik drohte gar die Schließung, weil der Bedarf nicht mehr vorhanden schien. Das ist jetzt anders. In der Corona-Pandemie sind Krankenhäuser Survival-Inseln, und die Kosten spielen keine Rolle. Wie früher gerechnet wurde, glossiert die Karikatur: im Milchmädchen-Modus! – Der Karikaturist Josef Nyary (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de