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Die alte Wut der Bauern auf Europa

Deutschlands Bauern sind auf Zinne: Immer mehr Druck aus Brüssel macht ihnen das Leben schwer, und von der Politik kommt keine Hilfe – im Gegenteil: Jetzt hat der Bundesrat trotz aller Proteste die umstrittene Düngemittelverordnung mit verschärften Vorschriften ins Werk gesetzt. Dass deutsche Landwirte leiden müssen, wenn es um Europa geht, ist indes nicht neu: Schon vor 50 Jahren, als die EU noch EWG hieß, ärgerte sich der Nährstand über die ständige Bevorzugung der Kollegen in Nachbarländern wie Dänemark und England, die ihre Bauern besser in Schutz nahmen. – Der Karikaturist Josef Nyary (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

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Olympia in Zeiten der Krise

Die rasante Ausbreitung des Corona-Virus gefährdet jetzt auch die Olympischen Spiele von Tokyo. Immer mehr Sportverbände fordern die Absage, jetzt stellt auch das IOC die Veranstaltung in Frage. Auch die Olympischen Spiele 1972 in München hatten mit Widrigkeiten zu kämpfen, und auch damals ging es um Hygiene. Die Gefahr bedrohte damals allerdings vor allem Politiker… – Der Karikaturist Josef Nyary (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

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Wenn das Toilettenpapier zur Mangelware wird

Gleich nach Beginn der Corona-Krise räumten Hamsterkäufer das Toilettenpapier aus den Regalen. Im Osten des Landes geschah das nicht zum ersten Mal: In der DDR war der Hygieneartikel schon früher Mangelware. Die Zeichnung erschien 1973 zu einem Aufruf der SED, die Arbeitsproduktivität zu steigern und unentdeckte Reserven in der Produktion zu erschließen. – Der Karikaturist Josef Nyary sen. (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

Geschichte

Wenn das Toilettenpapier zur Mangelware wird

Gleich nach Beginn der Corona-Krise räumten Hamsterkäufer das Toilettenpapier aus den Regalen. Im Osten des Landes geschah das nicht zum ersten Mal: In der DDR war der Hygieneartikel schon früher Mangelware. Die Zeichnung erschien 1973 zu einem Aufruf der SED, die Arbeitsproduktivität zu steigern und unentdeckte Reserven in der Produktion zu erschließen. – Der Karikaturist Josef Nyary sen. (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

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German Hair Force

Die neuen Flüchtlingsströme machen der Berliner Diplomatie schmerzhaft klar, dass die alten Rezepte womöglich immer weniger genügen. Der Ruf der Verbündeten nach energischeren, auch bewaffneten  Einsätzen auch der Deutschen gegen Terror und brutaler Gewalt wird ständig lauter. Die Truppe ist bereit, doch ihre Ausstattung steht inzwischen in krassem Missverhältnis zu den menschenrechtlichen Verpflichtungen der Bundesrepublik. Vor fünfzig Jahren war es genau anders herum: Die Panzer fuhren, die Gewehre schossen, nur die Soldaten entsprachen nicht mehr ganz dem erwarteten Erscheinungsbild. Der stramme SPD-Verteidigungsminister Helmut Schmidt reagierte darauf im Februar 1971 mit einem „Haarnetzerlass“: Soldaten mit der damals „Pilzkopf“ genannten Frisur sollten die Mähne in einem olivfarbenen Netz verstauen. Ein Jahr nach Anschaffung von 740.000 Haarnetzen wurde der Erlass aber schon wieder kassiert, nachdem Hohn und Spott über die Bundeswehr hereingebrochen waren: So hieß etwa die Luftwaffe statt „German Air Force“ bei der NATO plötzlich „German Hair Force“. – Der Karikaturist Josef Nyary sen. (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

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Der Staat als Makler

Der Wohnungsmangel in den Großstädten wächst zu einem brisanten Wahlkampfthema heran. Studien zeigen, dass sich die Lage seit Jahren immer weiter verschärft. Besonders SPD, Grüne und Linkspartei wollen mit verschiedenen staatlichen Eingriffen in den Wohnungsmarkt gegensteuern. Die Ausführung übernehmen Wohnungsämter. Das Land Preußen führt sie schon 1918 ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg verteilen sie den zwangsbewirtschafteten Wohnraum in den vier Besatzungszonen. In der DDR gehören Wohnungsämter zur zentralisierten Wohnungsverwaltung. Die Beamten weisen den Bürgern Wohnungen zu, nach oft jahrelangen Wartezeiten. In der Bundesrepublik organisierten Wohnungsämter bald nur noch die Verteilung des sozialen Wohnungsbaus. Doch zwischen 1959 und 1970 sackt die Zahl der staatlich geförderten Wohnungen von 301.000 auf 134.000 ab. Danach steigen die Mieten so rasant, dass viele Kommunen ihre Wohnungsämter revitalisieren oder sogar neu einrichten mussen. Bei der Wohnungssuche helfen die Behörden allerdings wenig, denn was nichts ist, kann man nicht verteilen. Und das ist auch heute so. – Der Karikaturist Josef Nyary sen. (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

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Das politische Weihnachten vor 65 Jahren

Was der Bundesweihnachtsmann 1954 schenkt...

Die Große Koalition hat den Deutschen schon in der Vorweihnachtszeit eine Reihe Geschenke gemacht, mit denen nicht alle Wähler glücklich sind. Vor 65 Jahren drehte eine Karikatur den Spieß um und zeigte, was führende Politiker und andere Funktionsträger vom Volk, vertreten durch einen „Bundesweihnachtsmann“, bekommen würde: „Bundeskanzler Konrad Adenauer ein Beil, mit dem alle parlamentarischen Zwischenfrage hingerichtet werden dürfen. Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhardt 300.000 italienische Arbeiter zur Aufrundung der Arbeitslosenzahl in der Bundesrepublik auf eine Million. Bundesfinanzminister Fritz Schäffer ein Denkmal des letzten Zonenrandbewohners, der noch an die Grenzlandhilfe glaubt. SPD-Chef Erich Ollenhauer ein Buch mit sieben Siegeln; Inhalt: das außenpolitische Programm seiner Partei. FDP-Chef Thomas Dehler ein neues Wunder-Mikrophon, das auch der krausesten Rede einen vernünftigen Sinn gibt. Sicherheitsbeauftragter Theodor Blank (später erster Verteidigungsminister) eine mittelalterliche Rüstung, anzulegen bei Propagandareden für die Wiederbewaffnung. Bayerns Ministerpräsident Wilhelm Högner eine Flasche importiertes außerbayerisches Süßbier (gegen das sich Bayern damals vergeblich wehrte). Münchens CSU-Politiker einen Zerrspiegel, der auch die längsten Gesichter wieder rund zieht. Bayerns SPD- und FDP-Politiker eine Extra-Portion Veronal, die vier Jahre lang jedes Klassenbewusstsein einschläfert. DFB-Bundestrainer Sepp Herberger Nägel, Bretter und einen Hammer, um das deutsche Tor dicht zu machen. Deutschlands Filmproduzenten einige neue Ideen für wirklich zugkräftige Filme: 08/15, 08/16, 08/17… Vieles ist natürlich lange überholt, anderes wirkt noch ziemlich aktuell… – Der Karikaturist Josef Nyary sen. (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de