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Mörder brauchen Märtyrer

Die israelische Regierung und die radikal-islamische Hamas einigen sich auf eine Waffenruhe. Innerhalb von zwölf Tagen haben Terroristen aus dem Gaza-Streifen mehr als 4000 Raketen auf Ziele in Israel abgefeuert. Israel antwortete mit Hunderten Luftangriffen. In Gaza fallen dem Konflikt 230 Menschen zum Opfer, 1710 werden verletzt, etwa 58.000 fliehen aus ihren Häusern. In Israel kommen durch die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen zwölf Menschen ums Leben. Die militärische Bilanz ist eindeutig: Die Hamas verliert 25 Kommandeure und mehr als hundert Kilometer Tunnel.

Trotzdem geben sich die Islamisten als Sieger: Zivile Opfer, vor allem Frauen und Kinder, sind für sie ein Kapital, mit dem sie internationale Unterstützung einwerben können. Das war schon vor 50 Jahren so: Im Juli 1971 scheitert ein Versuch der PLO, in Jordanien die Macht zu übernehmen. Wichtigster Schauplatz sind palästinensische Flüchtlingslager, in denen es viele Tote gibt. Doch unschuldige Opfer bringen keinen Frieden, wenn sie von Mördern als Märtyrer missbraucht werden. – Der Karikaturist Josef Nyary (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

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