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Krach um die Rundfunkgebühr

In Magdeburg war es mit dem bequemen Durchwinken plötzlich zu Ende: Die CDU-Landtagsfraktion stoppte die geplante Erhöhung der Rundfunkgebühr, die zwar mal euphemistisch in „Rundfunkbeitrag“ umbenannt wurde, aber nach wie vor mit Zwang ein völlig überdimensioniertes Staatsfernsehen finanziert.

Monatelang wurde dem Zahlbürger vorgerechnet, es wären doch nur ein paar Pfennige im Monat. Wer rechnen konnte, kam allerdings bald dahinter, dass ARD und ZDF mit diesem Plan mal wieder Milliarden abgreifen wollten, um die Staatsfunk weiter aufzublähen, gern auch zu Lasten privater Anbieter inklusive der Presse. Zuletzt versuchten es linke und grüne Sympathisanten des öffentlich-rechtlichen Systems mit einem besonders schäbigen Trick: Weil aus der AfD aus ganz andere Gründen gegen ARD und ZDF gemotzt wurde, versuchten Parteitaktiker aus SPD und der Grünen, die CDU nun in die Nähe der braunen Schmuddelkinder zu rücken. Der CDU-Ministerpräsident Rainer Haseloff zog daraufhin die Notbremse und stoppte das gesamte Verfahren. Jetzt muss neu verhandelt werden. Die von ARD und ZDF angekündigte Verfassungsklage kann nicht verdecken, dass es bei solchen Themen immer auch um die oft sehr einseitige Bevorzugung linker Positionen in den öffentlich-rechtlichen Programmen geht. Die Karikatur sah das schon vor 50 Jahren so. Damals hatte das ZDF allerdings noch einen gewissen Ausgleich durch den großen Journalisten Gerhard Löwenthal, der seit 1969 das „ZDF-Magazin“ moderierte. Durch sein mutiges Eintreten für die Wiedervereinigung zog er sich bald den Hass der Linken zu, die ihn mit Hohn und Häme noch über den Tod hinaus verfolgten. Nach der Wende von 1990 sah die ganze Welt, dass Löwenthal Recht gehabt hatte. Die Karikatur vom Herbst 1970 glossierte den Parteienstreit in dem nur vorgeblich überparteilichen System als üblen Kuhhandel. – Der Karikaturist Josef Nyary (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

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