Geschichte

Entdeckt: Ein geheimnisvoller Riesentempel enthüllt die Herkunft der Maya

Die Funde sind sensationell, die Dimensionen gigantisch, die Erkenntnisse revolutionär: Im äußersten Süden Mexikos haben Archäologen jetzt den Ursprung der Maya entdeckt!

Das Rätsel: Das Kulturvolk aus dem Dschungel fasziniert die ganze Welt, doch bis jetzt wusste niemand, wann, wo und wie es entstand.

Die Fakten sind spektakulär: In Aguada Fénix („Wasserstelle des Phönix“) an der Grenze zu Guatemala orteten Laserscanner ein 1413 Meter langes, 399 Meter breites und 15 Meter hohes Fundament.

Forscher rechneten aus, dass 5000 Menschen acht Jahre lang schufteten, um die 4,3 Millionen Kubikmeter Erde zu dem riesigen Plateau aufzuschütten.

„Es sind faszinierende Entdeckungen, die unser Bild von den Anfängen der Maya-Kultur revolutionieren“, sagt der Bonner Archäologe Nikolai Grube. „In Aguada Fénix sehen wir möglicherweise ihre Geburtsstunde.“

Mauern, Scherben und Äxte aus Obsidian zeigen: Ihre Vorbilder finden die Maya damals in den Olmeken, die an der Küste schon 500 Jahre früher Amerikas erste Pyramiden bauen.

Anders als die kriegerischen Nachbarn aber kennen die Maya weder Herrscher noch Sklaven. Ihr erster Tempel, so die Forscher jetzt, ist noch das freiwillige Gemeinschaftswerk friedlicher Menschen mit gleichen Rechten und Pflichten.

Holzkohleproben beweisen, dass die ersten Maya dort schon 1250 v.Chr. siedeln und damit viel früher als bisher gedacht. Sie wollen nicht mehr als Jäger und Sammler durch den Dschungel streifen, sondern in festen Siedlungen leben. Aus Nomaden werden Bauern, mit dem Tempel als Mittelpunkt einer Gesellschaft ohne soziale Unterschiede!

Von Aguada Fénix dringt die neue Kultur bis auf die mexikanische Halbinsel Yucatan vor. Aus den Dörfern werden Städte mit Stufenpyramiden, Bewässerungskanälen und sogar Fußballstadien. Dann aber auch mit Königen, Kriegern, Priestern und blutigen Ritualen.

Das Ende kommt mit einem Klimawandel: Als der Regen ausbleibt, müssen die Maya ihre Städte aufgeben.

Mit ihnen verschwindet auch die Erinnerung an den paradiesischen Ursprung, den die Archäologie jetzt mit Hightech der Vergessenheit entreißt. Rätsel gelöst!

 

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