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Die Wut der Bessermenschen

Die Räumung des Hauses Liebigstraße 34 im Norden von Berlin-Friedrichshain blieb zum Glück friedlich, wohl wegen eines Polizeiaufgebots, das kaum Raum für gewaltsame Proteste ließ. Das international wohl bekannteste Gebäude der Besetzer-Szene, genannt „anarcha-queer-feministisches Wohnprojekt“, hatten zuletzt etwa 40 Frauen als „Safespace“ genutzt. „Dementsprechend laut rief die Szene zum großen Widerstand auf, zum Aufbäumen gegen Kapitalismus, Staat und Investoren, notfalls auch gewaltsam“, berichtete die „Zeit“.

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Jugend First

Nach dem Corona-Schock hat sich die Jugend kurz geschüttelt und dann weitergemacht: Erst mit Partys im Park, dann mit Bechern am Beach. Seit heute ist, mit anderer Motivation, auch die Protestbewegung „Fridays for Future“ in die öffentliche Wahrnehmung der Straßen, Plätze und Fernsehsendungen zurückgekehrt. Die Karikatur aus dem Jahr 1970 zeigt, dass die moderne Jugend schon früher zu einer deutlichen Zuspitzung ihrer kritischen Befürchtungen neigte. –  Der Karikaturist Josef Nyary (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

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Die Sorge um das Pflegepersonal nicht nur in Zeiten von Corona

Die Pandemie hat den Deutschen die jämmerliche Ausstattung unserer Kliniken, Altenheime und Gesundheitsämter mit Fachpersonal schlagartig vor Augen geführt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn müht sich um Abhilfe, aber das kann dauern, denn Ärzte, Schwestern und Pfleger wachsen nicht auf Bäumen.

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Gerechte Aufarbeitung der Kolonialgeschichte

Die „Black Lives Matter“-Bewegung fördert auch die Aufarbeitung der Kolonialgeschichte, mit teils verblüffenden Resultaten. Immer eifriger werden Straßen, Apotheken oder gastronomische Betriebe umbenannt, weil sie etwa das neuerdings als rassistisch erkannte Wort „Mohr“ im Namen führen. Sein Ursprung ist das lateinische „Maurus“ für einen Bewohner Nordafrikas. Gleichzeitig steigern etwa die Vertreter Namibias ihre Entschädigungsforderungen für die Zeit ihres Landes als deutsche Kolonie.

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Straßenkampf 1970

Im Kampf um die Macht auf der Straßen steht die Polizei immer öfter allein: Linksextremisten hetzen gegen sie, Linksliberale schweigen und die bürgerliche Mitte druckst herum. Das war schon vor 50 Jahren so: „Die Spontis traten für organisatorische Autonomie ein und legitimierten sich durch ihr Betroffenheitsgefühl“, schreibt der Politologe Prof. Armin Pfahl-Traughber in einem Dossier der „Bundeszentrale für Politische Bildung“ über den Linksextremismus. „Insbesondere an den Universitäten entstanden zahlreiche studentische Hochschulgruppen, die von Emotionalität und Lustprinzip geprägt mit humorvollen und unkonventionellen Aktionen auf sich aufmerksam machten.“ Zehn Jahre später war es damit vorbei, es erschien der „Schwarze Block“.

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