Geschichte

1945 Kriegsende an Rhein und Ruhr (5) Der letzte Sieg der Tiger

Hauptmann Albert Ernst nach Übergabe seiner letzten drei „Tiger“ auf dem Marktplatz von Iserlohn © US Army

12.April 1945

„Alles auf der Höhe in Stellung gehen!“ befiehlt Hauptmann Albert Ernst, Kommandeur einer letzten deutschen Kampfgruppe, am Bismarckturm südlich von Unna. Auf der Reichsstraße 1 rollt eine lange US-Kolonne in Richtung Dortmund, eine zweite fährt auf der Reichsstraße 233 direkt auf die Deutschen zu. Als sie in Schussweite kommt, feuert die Kampfgruppe aus halber Hinterhangstellung los: vier Jagdtiger, vier Sturmgeschütze, drei Panzer IV und vier 3,7-cm-Vierlingsflaks.

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Geschichte

1945 Kriegsende an Rhein und Ruhr (4) Die Nonne auf dem Fahrrad

Tagesangriff der Royal Air Force auf die Essener Kruppwerke © Royal Air Force official photographer - http://media.iwm.org.uk/iwm/mediaLib//9/media-9652/large.jpgThis is photograph C 4743 from the collections of the Imperial War Museums., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24476009

13.April 1945

„Wir gehen in die Saarlandstraße. Da sehen wir drei amerikanische Soldaten. Ich schäme mich nicht, es zu sagen: Mir steigen die Tränen in die Augen. Endlich sind wir erlöst aus furchtbarer Qual!“

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Teletäglich

Klima-Talk bei Plasberg: FDP-Lambsdorf mahnt die Netflix-Gemeinde

Klima-Talker (v.l.): Marie-Luise Wolff, Alexander Graf Lambsdorff, Michael Braungart, Janine Steeger, Mojib Latif, Boris Palmer, Frank Plasberg © WDR/Dirk Borm

„Hart aber Fair: “ Welt im Klimawandel: Wieviel können wir selbst tun?“ ARD, Montag, 17.Februar 2020, 21 Uhr.

Der FDP-Fraktionsvize im Bundestag Alexander Graf Lambsdorff hat in der ARD-Talkshow „Hart aber Fair“ am Montag die Netflix-Gemeinde vor dem Stromverbrauch und den damit verbundenen Gefahren für das Klima gewarnt, die durch das extensive Filmegucken entstünden.

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Geschichte

1945 Kriegsende an Rhein und Ruhr (3) Die Kanone zielte auf den Altar

Maurice Rose (1899-1945) war der höchstrangige Offizier der United States Army, der während des Zweiten Weltkrieges auf dem europäischen Kriegsschauplatz durch Feindeinwirkung zu Tode kam © Matthewdkaufman - MauriceRose.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3010255

1.April 1945

In einem Sturmlauf ohnegleichen stoßen die Kolonnen der 3.US-Panzerdivision in den letzten Kriegstagen über Brilon in Richtung Paderborn vor. Kommandeur ist US-Generalmajor Maurice Rose, Sohn eines Rabbi. Doch vor der alten Bischofsstadt treffen die Amerikaner, so eine US-Zeitung, auf den stärksten Widerstand seit der Brücke von Remagen: Hitler wirft die SS-Ausbildungsverbände vom Truppenübungsplatz Sennelager in den Kampf, und nun fallen auch immer mehr Amerikaner:

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Teletäglich

CDU-Zoff bei Anne Will: Söder fetzt sich mit Baerbock

Talkrunde mit Schlagseite (v.l): Giovanni di Lorenzo, Saskia Esken, Gerhart Baum, Anne Will, Annalena Baerbock, Markus Söder © NDR/Wolfgang Borrs

„Anne Will: Politik im Krisenmodus – wer hält das Land noch zusammen?“ ARD, Sonntag, 16.Februar 2020, 21.45 Uhr.

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder hat sich in der ARD-Talkshow „Anne Will“  deutlich gegen eine Wiederwahl des thüringischen Ex-Ministerpäsidenten Bodo Ramelow mit CDU-Stimmen ausgesprochen.

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Geschichte

1945 Kriegsende an Rhein und Ruhr (2) Die Helden von Ahlen und Beckum

US-Colonel Sidney R. Hinds nahm 1924 als Sportschütze an den Olympischen Spielen in Paris teil. Nach der Eroberung des Ruhrkessels wurde er Brigadegeneral © Wikimedia.org File:Sidney R. Hinds2.jpg

31.März 1945

Karsamstag, 31.März 1945. Einen Tag vor dem Osterfest droht der kleinem Stadt Ahlen im Münsterland ein Inferno: In 13 Lazaretten liegen über 4000 Verwundete – und die Spitzen der 2.US-Panzerdivision rollen in hohem Tempo heran, das Ruhrgebiet endgültig zu umzingeln.

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Geschichte

1945 Die große Schlacht an Rhein und Ruhr (1) Schicksalsbrücke Remagen

Die Brücke von Remagen. Das Bild aus dem Nachlass Helmut J. Wolf (Bild 173) entstand zwischen dem 8. und dem 10.März 1945. © Bundesarchiv, Bild 173-0422 / CC-BY-SA 3.0

7.März 1945

Aus allen Rohren schießend rasseln schwere Panzer auf die Brücke zu. Immer dichter schlagen die Granaten ein, und dann stürmt US-Infanterie durch rauchende Ruinen. Hauptmann Friesenhahn kniet neben dem Zündkasten nieder, aus dem ein Kabel zu 60 Sprengladungen führt, und dreht den Schlüssel um – nichts: Eine Granate hat die Verbindung zerstört!

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Teletäglich

„Maybrit Illner“: Linke-Kippich geht auf Friedrich Merz los

CDU-Kandidaten-Talker (v.l.): Sabine Kropp, Tilman Kuban, Tobias Hans, Maybrit Illner, Norbert Walter-Borjans, Katja Kipping, Robin Alexander © ZDF/Svea Pietschmann

„Maybrit Illner: Machtkampf in der CDU – wer kann Kanzler außer Merkel?“ ZDF, Donnerstag, 13.Februar 2020, 22.15 Uhr.

Die Linke-Chefin Kaja Kipping hat in der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“ am Donnerstag ungewollt zu erkennen gegeben, welchen CDU-Kandidaten sie als den für ihre Partei gefährlichsten ansieht.

Mit Merz droht eine weitere Kumpanei mit der AfD“, hatte die Linke schon vorher gesagt. Als Talkmasterin Maybrit Illner sie jetzt mit dieser Aussage konfrontierte, konnte Kipping das nicht irgednwie schlüssig begründen. Stattdessen schwurbelt sie herum:

„Die West-CDU ist immer noch an die alten bundesrepublikanischen Politikverhältnisse gewöhnt…

Dann aber ließ Kipping die Katze aus dem Sack: „Unsere Kampagnenabteilung würde sich natürlich freuen, wieder aufzuarbeiten, wie jemand wie Merz für die Privatisierung von der Kita bis zur Rente steht“, sagt die Linke-Chefin, „dass er der Prototyp des Finanzmarktlobbyisten ist!“

Die gespielte Vorfreude verdeckte nur schlecht, dass die Linke bei einer Auseinandersetzung mit Merz einen jener knallharten Lagerwahlkämpfe fürchtet, der meist zu Lasten der kleineren Parteien ausgeht.

Ganz anders als Kipping reagierte der SPD-Co-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans: In der SPD weckt die Aussicht auf eine Auseinandersetzung mit einer CDU, die wieder konservativer wird, neue Zuversicht.

Spannendste Richtungsänderung

Die Talkmasterin hatte den SPD-Co-Chef an eine früher als wenig optimistisch empfundene Aussage erinnert:

Fällt Ihnen auch ein Kanzlerkandidat der SPD ein, oder sagen Sie, wir brauchen eigentlich keinen?“

 

„Wir müssen uns ein Stück stabilisieren, damit es überhaupt Sinn macht, zu sagen, das ist ein Kanzlerkandidat“, antwortete Walter-Borjans. Aber: „Wir sind im Moment dabei, nach oben zum krabbeln, und wenn wir das noch weiter schaffen, macht es durchaus Sinn, einen Kanzlerkandidaten oder eine Kanzlerkandidatin aufzustellen.“ Das klang eher frohgemut.

Wer wird Angela Merkels Nachfolger: Merz? Laschet? Spahn? Söder? Oder am Ende plötzlich die Amtsinhaberin selbst? Maybrit Illner fragte kompetente Gäste:

  • Tobias Hans (CDU), der AKK-Nachfolger aus dem Saarland ist überzeugt, „dass Angela Merkel bis zum Ende der Legislaturperiode Bundeskanzlerin bleibt.“
  • Walter-Borjans weiß, wie parteiinterner Wahlkampf funktioniert, kam konfliktfrei mit leisem Lächeln ans Ziel.
  • Kipping versucht, CDU-Abgeordnete in Thüringen ins linke Lager zu locken, um die Christenpartei zu spalten.
  • Junge-Union-Chef Tilman Kuban will per Mitgliederbefragung klären, wen die Christlich-Juvenilen als Kanzlerkandidaten unterstützen.
  • Die Politologin Sabine Kropp weiß: „Ramelow kann theoretisch wieder ins Amt kommen.“
  • Der Journalist Robin Alexander (WELT) sagt über AKK: „Sie ist am inneren Widerspruch der CDU gescheitert, nicht an der AfD!“

Wichtigste Ankündigung

Zur Parteichef- und Kanzlerkandidatur versprach der Junge-Union-Chef: „Wir werden diese finale Entscheidung spätestens im Sommer treffen!“

Ministerpräsident Hans erklärte dazu, wie: „Wir werden jetzt schnell mit den Kandidaten sprechen. Ich habe die Erwartung, dass diese Führungspersönlichkeiten sich in einen Raum setzen und miteinander reden.

Interessanteste Begriffe

Illner zeigte eine Szene aus der ARD-Übertragung vom „Orden wider den tierischen Ernst“: NRW-Chef Armin Laschet steht in der Bütt und ruft: „Ist Deutschland schon bereit für eine männliche Kanzlerin?“

WELT-Alexander beschreib die Chancen der drei bereits bekannten Kandidaten: „Wenn die Mitglieder entscheiden, ist Merz die größte Nummer“, meinte er. „In Berlin setzen sie eher auf Spahn. Und Laschet sieht sehr bundesrepublikanisch aus!“

Dann geht der Zoff los

Walter-Borjans wollte Merz gleich mal abgrätschen: „Ich habe ihn erlebt als den Verkaufsbeauftragten für die West-LB. Das ist bekannter Weise nicht gut gelungen, und das war auch kein Wunder. Aber er ist offenbar der Popstar einer bestimmten Richtung!“

Hitzigstes Wortgefecht

Kipping wollte lieber darauf hinaus, dass die CDU in Thüringen unbedingt Bodo Ramelow mitwählen müsse. Doch Kuban schmettert sie ab: „Es gibt für Rot-Rot-Grün keine Mehrheit mehr!“

Die Linke widersprach heftig: Bei Umfragen seien 71 Prozent für Ramelow.

„Es geht aber nicht um Umfragen, sondern um Wählerstimmen!“ konterte der Junge-Union-Chef.

Der Journalist hatte einen anderen Einwand: „Merz konnte nie gut mit der CSU“, gab er zu bedenken.

Deutlichste Warnung

Ich würde auf Merz setzen“, meinte Politologin Kropp. „In der CDU hat er im Augenblick die besten Chancen. Das heißt aber nicht, dass seine Chancen auch beim Wähler am besten sind!“

Und, so Kropp: „Wenn Merz Kandidat wird, könnten die alten Konflikte mit Angela Merkel wieder hochkochen.“

Klarste Abgrenzung

Zum Kampf der CDU gegen Linksaußen sagte Kuban: „Wir sind die Partei von Helmut Kohl, die Partei der Wiedervereinigung. Deswegen können wir nicht mit Leuten wie Herrn Ramelow zusammenarbeiten, der bis heute nicht die DDR als Unrechtsstaat bezeichnen kann und den Schießbefehl in Zweifel zieht!“

Der innenpolitische Sprecher der Landtagsfraktion in Thüringen ist ein ehemaliger Offizier der DDR-Grenzpatrouille!“ schimpfte der Junge-Union-Chef weiter. „Das sind Leute, wo ich sage: Da verlassen wir unsere CDU-DNA!“

Dialog des Abends

Kubans Vorschlag: „Wir brauchen einen unabhängigen Ministerpräsidenten, der uns aus dieser verzwickten Situation führt!“

„Sie sind der jüngste in der Runde und bringen die ältesten Argumente!“ giftete Kipping. „Was Sie hier praktiziert haben, ist die Gleichsetzung linker Demokraten mit der AfD von Herrn Höcke!“

Doch Kuban ließ sich nicht beirren: „Das ist aber so!“ konterte er. „Warum können Sie nicht sagen, dass die DDR ein Unrechtsstaat war? Dass es einen Schießbefehl gab?

„Können Sie jetzt mal ruhig sein!“ wütete Kipping.

„Sie auch!“ holzte Kuban zurück. Oha! Die werden keine Freunde mehr.

Wichtigste Info

Alexander erinnerte daran, dass die Bundeskanzlerin Ramelow aus dem Koalitionsausschuss heraus anrief – mit dem Handy des CSU-Landesgruppenchefs Alexander Dobrindt, der als einziger die Nummer hatte. Walter-Borjans und Kipping feixten und nickten einander zu.

Doch Hans funkte sofort dazwischen: „Also da muss man schon bei der Wahrheit bleiben! Es wurde angerufen, um zu klären, wie man den Rücktritt von Herrn Kemmerich ermöglichen kann. Es ging auf gar keinen Fall darum, Herrn Ramelow zum Ministerpräsidenten zu wählen!“

Bester Rat

Die CDU hätte gut daran getan, vor der Wahl einen Plan B zu entwickeln“, stellte die Politologin fest.

Kipping war mehr daran interessiert, die Idee einer Expertenregierung vom Tisch zu nehmen: „Sie wissen doch auch, dass zum ersten Mal in Thüringen dieser Vorschlag in einem Brief, den Herr Höcke an Herrn Kemmerich geschrieben hat, gefallen ist!“ sagte sie.

„Jetzt machen Sie den Höcke aber allzu mächtig!“ spottete Hans.

Klügste Analyse

Alexander erinnerte an die vorletzte Ost-Wahl: „In Sachsen hat die CDU die Kante zur AfD noch härter gezogen, und auch die Kante zur Linkspartei“, sagte er. „Das Ergebnis war, dass sie eine demokratische Mehrheit hingekriegt haben!“

Mike Mohring hätte in die Opposition gehen sollen, weil er die Wahl verloren hat“, stellte Hans umstandslos fest. „Herr Ramelow hätte im Amt bleiben können und sich dann zu einzelnen Sachverhalten im Parlament Mehrheiten suchen müssen. So ist das nun mal, wenn man eine Minderheitsregierung hat.“

Schlusswort des Saarländers: „Es geht um Inhalte, und das ist heute Abend zu kurz gekommen!“

Teletäglich

Maischberger: Ramelows wüste Attacken auf CDU, FDP und die Talkmasterin

Krawall-Talker: Bodo Ramelow bei Sandra Maischberger © WDR/Max Kohr

„maischberger.de“. ARD, Mittwoch, 12.Februar 2020, 22.45 Uhr.

Der abgewählte thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat in der ARD-Talkshow „maischberger.de“ am Mittwoch versucht, seine Wiederwahl mit wüsten Attacken auf CDU, FDP und zuletzt auch noch auf ARD-Talkmasterin Sandra Maischberger zu erzwingen.

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Zeitgeschehen

Weiter mit Merkel?

Angela Merkel © CDU

Bei der Bundestagswahl 1998 sollte Kohls Kronprinz Schäuble für die Union ins Rennen gehen. Doch nach schlechten Prognosen trat Kohl lieber selbst noch einmal an – und verlor. Auch Merkel war schon vier Mal Kanzler, und wieder sind die Prognosen für die Union nicht besonders gut. Tritt auch sie deshalb jetzt ein fünftes Mal an, nachdem es mit AKK nicht mehr läuft? Merkel ist immer noch die populärste Politikerin des Landes, auch wenn immer mehr Kritiker sie jetzt einfach nur noch weghaben wollen. Sie könnte den Parteivorsitz zurücknehmen und nach zwei Jahren beide Ämter an Laschet übergeben. Als Rekordkanzlerin. Falls die SPD nicht mitmacht: Schwarz-Grün. Bin gespannt, ob das jetzt in der Union als Option diskutiert wird. Bei Kohl hat es mit der Wiederwahl nicht geklappt, aber damals gab es eine starke Wendestimmung und den Gegenkandidaten Schröder. Quo vadis, CDU?